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Donnerstag, 14. November 2013

... in einem Halbdunkel

Wir wandeln miteinander in einem Halbdunkel, in dem keiner die Züge des anderen genau erkennen kann. Nur von Zeit zu Zeit, durch ein Erlebnis, das wir mit dem Weggenossen haben, oder durch ein Wort, das zwischen uns fällt, steht er für einen Augenblick neben uns, wie von einem Blitz erleuchtet. Da sehen wir ihn, wie er ist.

Albert Schweitzer

Donnerstag, 7. Februar 2013

Gehe ...

Gehe vertrauensvoll in die Richtung deiner Träume! Führe das Leben, das du dir vorgestellt hast. Wenn du dein Leben vereinfachst, werden auch die Gesetze des Lebens einfacher.

Henry David Thoreau

Montag, 18. Juni 2012

Fernando Pessoa

"Seit langem schon - ich weiß nicht, ob seit Tagen, ob seit Monaten - zeichne ich keinen Eindruck mehr auf; ich denke nicht, also existiere ich nicht. Ich habe vergessen, wer ich bin; ich vermag nicht zu schreiben, weil ich nicht zu sein vermag. Infolge einer sonderbaren Betäubung bin ich ein anderer gewesen. Zu wissen, daß ich mich nicht erinnere, heißt erwachen.
   Ich habe ein Stück meines Lebens in Ohnmacht verbracht. Ich kehre zu mir zurück ohne einer Erinnerung an das, was ich gewesen bin, und die Erinnerung and das, was ich war, leidet darunter, daß sie unterbrochen worden ist. In mir spüre ich die verworrene Empfindung eines unbekannten Zwischenraums, die nutzlose Anstrengung eines Teils meines Gedächtnisses, den anderen Teil wiederzufinden. Ich bin außerstande, wieder an mich anzuknüpfen. Falls ich gelebt haben sollte, habe ich vergessen, davon zu wissen."

aus: Fernando Pessoa - Das Buch der Unruhe, S. 164, (28.9.1932) 

Dienstag, 24. Mai 2011

Leiden

Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind.
Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Sonntag, 1. Mai 2011

Lektüre

"Vielleicht haben wir von allen Kindheitstagen diejenigen am intensivsten durchlebt, von denen wir glauben, wir hätten sie nutzlos vertan: Die nämlich, die wir mit der Lektüre eines Lieblingsbuches verbrachten."
Marcel Proust

Montag, 29. November 2010

Cesare Pavese - Dichtung ...

"Dichtung tut nichts anderes, als dem Leben unsterbliches Dasein zu verleihen, und darum sind sie, die Werke der Dichtkunst, das Konzentrat von Zeitaltern, die darin lebendig aufbewahrt sind: lebendig, das ist das große Wort, das ich unter viel Mühe und häufigem Verzagen gefunden habe."
Cesare Pavese - Ein Leben im Spiegel der Briefe (1925-1935)

Mittwoch, 3. November 2010

Arno Grün ...

zitiert Henry Miller:
"Wir sind so ‚gesund‘, daß, würden wir uns selbst auf der Straße begegnen, wir uns nicht erkennen würden, weil uns ein Selbst gegenübersteht, das uns Angst macht."
Arno Grün - Der Fremde in uns