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Sonntag, 4. November 2012

Fragen über Fragen hin zu Proust

Ich weiß leider nicht, ob es tatsächlich die Original-Fragen von Proust sind (für Tipps bin ich sehr dankbar), aber mir macht es dennoch Spaß sie hier zu posten und mich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern.
Derweil lese ich - noch immer (nicht weil ich es so langwierig finde, wie oft beschrieben, sondern weil ich stets mehrere Bücher gleichzeitig lese und es daher langsam vorangeht) - den ersten Teil (Combray) von "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Wie lange mag es wohl dauern alle Bände zu lesen? Es steht auf meiner Liste der Dinge, die ich im Leben machen möchte ... also weiter ... und zwischendurch immer mal wieder das Fragen stellen und wundern nicht vergessen...


Proust Fragebogen

Wo möchten Sie leben?
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Was ist für Sie das größte Unglück?
Ihre liebsten Romanhelden?
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit?
Ihr Lieblingsmaler?
Ihr Lieblingsautor?
Ihr Lieblingskomponist?
Welche Eigenschaften schätzen sie bei einer Frau am meisten?
Welche Eigenschaften schätzen sie bei einem Mann am meisten?
Ihre Lieblingstugend?
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?
Ihr Hauptcharakterzug?
Was schätzen bei Ihren Freunden am meisten?
Ihr größter Fehler?
Ihr Traum vom Glück?
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Was möchten Sie sein?
Ihre Lieblingsfarbe?
Ihre Lieblingsblume?
Ihr Lieblingsvogel?
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Ihr Lieblingslyriker?
Ihre Helden der Wirklichkeit?
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Ihre Lieblingsnamen?
Was verabscheuen sie am meisten?
Welche geschichtlichen Gestalten verabscheuen Sie am meisten?
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Wie möchten Sie gern sterben?
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Ihr Motto?

Mittwoch, 30. November 2011

Buchvorstellung 12 - Marcel Proust / Eugene Atget - Ein Bild von Paris


Ein schönes, kleines Büchlein, das ich immer mal wieder zur Hand nehme. Die Texte sind aus Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" und zeigen seine detaillierte Sicht auf Paris. Die Textauszüge von Proust und die Fotos von Atget beziehen sich dabei nicht direkt aufeinander, sondern zeigen, jeweils auf ihre Weise Stimmungen zu Stadt und Menschen in Paris und ergänzen sich so jeweils. Zuerst fand ich dies schade aber wenn man Bilder und Texte etwas in sich wirken lässt ist es doch eine Bereicherung, denn nicht nur das Gemeinsame der Sichtweisen, auch die Unterschiede sowohl in der Art der Betrachtung als auch in der daraus folgenden künstlerischen Umsetzung treten so klarer hervor.

Einleitend gibt es eine kleine Hinführung zu Proust und seiner Arbeitsweise als auch zu Atget, der mit seiner Art zu fotografieren, der damaligen Zeit, laut dieser Beschreibung, bereits hinterherhinkte. In folgenden Abschnitten nähert sich das Buch einem Gesamtstimmungsbild von Paris: das Bild der Stadt, die Menschen, Paris von innen, Dimensionen der Kunst und Formen der Natur.

Hier noch einige Veranschaulichungen (für den Text, Bild bitte anklicken):



Dienstag, 24. Mai 2011

Leiden

Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind.
Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Sonntag, 1. Mai 2011

Lektüre

"Vielleicht haben wir von allen Kindheitstagen diejenigen am intensivsten durchlebt, von denen wir glauben, wir hätten sie nutzlos vertan: Die nämlich, die wir mit der Lektüre eines Lieblingsbuches verbrachten."
Marcel Proust

Dienstag, 20. Juli 2010

Buchvorstelllung 03 - Eric Karpeles - Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit


Dies Buch ist ganz frisch auf dem Markt. Als ich davon gehört habe war mein erster Gedanke: Wieso ist nicht schon eher jemand darauf gekommen? Worum es geht: Alle Gemälde, die Marcel Proust in seinem Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" benannt hat, werden, zusammen mit der betreffenden Textstelle aufgeführt. Ein besonderer Leckerbissen also, wenn ich mir den Band auch gerne in einem größeren Format, bei dem die Bilder noch besser zur Geltung kommen könnten, anschauen würde. Und man lernt nie aus:

"Ekphrasis ist der Terminus, den die klassische Rhetorik für diese Verbindung aus Worten und Bildern reserviert hat, einen Zustand der Nachahmung, den der Dichter und Kritiker John Hollander >>Mimesis der Mimesis<< nennt. Es gibt zwei grundlegende Modi der Ekphrasis, und Proust setzt beide ein. Fiktive Ekphrasis bezeichnet die Schöpfung eines Schriftstellers und die Beschreibung eines imginären Kunstwerks. [...] Elstirs großartiges atmosphärisches Gemälde, Le Port de Carquethuit, ist ein reines Fantasiekonstrukt, erdacht von Marcel Proust. Tatsächliche Ekphrasis meint die Evozierung eines existierenden Kunstwerks." (S.20)


James Abbott McNeill Whistler, Zwielicht in Opal:Trouville, 1865 (S.120/121) aus: Eric Karpeles - Marcel Proust und die Gemälde der Verlorenen Zeit

Donnerstag, 27. Mai 2010

Einstieg mit Proust

Nachdem ich meinen alten Blog nicht-gerade-fremd-artig erst mal eingeschmolzen habe und komplett umbauen werde, eröffne ich nun das Literaturhörnchen, um eigene Gedichte, aber auch diejenigen anderer Autoren und Autorinnen, Textauszüge meiner Lieblinge, Buchvorstellungen, diverse Listen und Übersichten, Verbindungen zwischen Literatur und Kunst und einiges mehr, vorstellen zu können.

Nach all den Vorarbeiten aber nun die Frage: Womit fange ich eigentlich an?

grübel, grübel, grübel

Ich entscheide mich für einen Textauszug von Proust als Einstimmung.

"In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, eigentlich der Leser seiner selbst. Das Werk des Schriftstellers ist lediglich eine Art von optischem Instrument, das der Autor dem Leser reicht, damit er erkennen möge, was er in sich selbst vielleicht sonst nicht hätte sehen können."

Marcel Proust – aus: Die wiedergefundene Zeit