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Samstag, 31. März 2012

Sternenprobe

Einander in die Augen sehn
für eine Nacht und einen Morgen
Auf einmal fließt ein Stern
nicht größer als ein Bienenkopf
an einem Faden Licht
behutsam wie man die Hände
sinken läßt und
die Tischkante nicht berührt
Wenn das geschieht ist es für lange

Christoph Wilhelm Aigner - Die Logik der Wolken

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Buchvorstellung 06 - C. W. Aigner: Logik der Wolken


Wie mag man den Inhalt dieses Buches beschreiben - als mehr oder wenig komplexe Prosaskizzen - zwischen inneren Gedanken und Weltbeschreibung?
Ich nehme das Buch immer wieder gerne zur Hand um ein bisschen zu träumen, zu denken, abzuschweifen...
"Was die meisten Menschen sagen was sie sehen, beunruhigt mich, denn ich kann es nicht sehen. Und es beunruhigt mich noch mehr, dass sie genau Bescheid darüber zu wissen scheinen, was sie sehen; und dass dies die Realität sei, auf der die menschliche Welt aufgebaut ist." (S.22)

"Mondhäutchen auf dem gespannten Vormittagsblau."(S.38)

"Die Sonne in der Farbe eines Brathuhns, bei Brandwolkenkrusten, in den Horizont gedreht; da fließt buttergelbes zerlassenes Licht." (S.69) 
Christoph Wilhelm Aigner - Die Logik der Wolken