Heute bin ich 1000 Regentropfen
die vom Himmel fallen
zuerst leise und zaghaft
in der Verdichtung
pochend
angesammelt
falle ich
falle ich
falle ich
platsche auf die Pflaster
platsche auf
ringsherum
werde nicht gezähmt
zerspringe kristallgleich in
abertausende Wassermoleküle
unabwendbar ganz nah besehen
wäre ich für Augenblicke überall.
NHF - 2013
3 Kommentare:
De beaux mots sans parapluie!
Liebe Nicole,
vielleicht kannst du ja mal ein Gedicht zum Frühling verfassen, das uns den Regen vergessen lässt. . . . . .
(Das Regengedicht ist gut!)
Sigrid
Sommerglück
Blütenschwere Tage
in Düften und Gluten rings,
mein Herz tanzt wie auf Flügeln
eines trunkenen Schmetterlings.
Die Rosen über den Mauern,
der Birnbaum darüber her,
alles so reich und schwer
in sehnenden Sommerschauern.
Das juligelbe Land
mit dem träumenden Wälderschweigen
fern am duftigen Rand,
darüber die Wolken steigen -
O, wie sag ich nur,
was alles mein Wünschen ins Weite führt!
Mich hat des Glücks eine leuchtende Spur
mit zitternder Schwinge berührt.
Gustav Falke (1853-1916)
-----------------------------------Ich sende dir viele sommerliche Grüße, Sigrid
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