Montag, 1. April 2013

1000 Regentropfen


Heute bin ich 1000 Regentropfen
die vom Himmel fallen
zuerst leise und zaghaft

in der Verdichtung
pochend

angesammelt
falle ich
falle ich
falle ich
platsche auf die Pflaster

platsche auf
ringsherum

werde nicht gezähmt
zerspringe kristallgleich in abertausende Wassermoleküle

unabwendbar ganz nah besehen
wäre ich für Augenblicke überall.

NHF - 2013

Kommentare:

Staive hat gesagt…

De beaux mots sans parapluie!

SIGrid hat gesagt…

Liebe Nicole,
vielleicht kannst du ja mal ein Gedicht zum Frühling verfassen, das uns den Regen vergessen lässt. . . . . .
(Das Regengedicht ist gut!)
Sigrid

SIGrid hat gesagt…

Sommerglück

Blütenschwere Tage
in Düften und Gluten rings,
mein Herz tanzt wie auf Flügeln
eines trunkenen Schmetterlings.

Die Rosen über den Mauern,
der Birnbaum darüber her,
alles so reich und schwer
in sehnenden Sommerschauern.

Das juligelbe Land
mit dem träumenden Wälderschweigen
fern am duftigen Rand,
darüber die Wolken steigen -

O, wie sag ich nur,
was alles mein Wünschen ins Weite führt!
Mich hat des Glücks eine leuchtende Spur
mit zitternder Schwinge berührt.

Gustav Falke (1853-1916)
-----------------------------------Ich sende dir viele sommerliche Grüße, Sigrid