Donnerstag, 31. Mai 2012

Buchvorstellung 13 - Gerard Donovan - Winter in Maine


Kurz gesagt: Julius Winsome lebt allein im Wald. Eines Tages wird sein Hund Hobbes erschossen. Allem Anschein nach mit Absicht. Winsome macht sich, zusammen mit seiner Enfield, auf den Weg eine Antwort zu suchen ...
Winsomes Vater und Großvater, der Krieg, Blumen, die Stille, eine Frau und Shakespeare, sowie 3282 Bücher spielen (n.w.) ebenfalls eine Rolle und machen dieses Buch lesenswert.
Es ist nun schon einige Wochen her, seit ich das Buch beendet habe und es bewegt mich noch immer. Besonders als ich vor kurzem in einem ausgedehnten Wald spazieren war und dachte "Hier müsste man 'Winter in Maine' (erneut) lesen"; denn geblieben ist, trotz allem (selbst zu lesen!) letztlich eine sanfte Stimmung ...
"Die Leute besiegen den Winter, indem sie nächtelang lesen und die Seiten hundertmal schneller umblättern, als ein Tag vergeht, kleine Zahnräder, die während all dieser Monate ein größeres in Bewegung halten. Der Winter ist fünfzig Bücher lang und heftet einen an die Stille wie ein aufgespießtes Insekt. Sätze verwandeln sich in einzelne Worte, und um zwölf Uhr verschmelzen die beiden Zeiger zu einem. Jeder Blick endet im Schnee. Jeder Schritt versinkt im Norden. So ist die Zeit in Maine, das Weiß der Zeit." (S.77) ...