Donnerstag, 19. Mai 2011

zit

manchmal wenn ich schreibe kann ich die textur meines gehirns spüren was nicht angenehm ist was mich extrem beunruhigt
und dann dauert es nicht lange und ich stürze zwischen meine eigenen zeilen die gedachten und erst recht die geschriebenen worte enthalten zuviel raum ihre anziehungen sind beliebig zu viele kombinationsmöglichkeiten die nach und nach ihren sinn verlieren selten nur an sinn gewinnen
ich stürze hinein in dies sich ständig verändernde gewebe an bedeutungen und die worte sind wunderschöndiamantengedankenklar und zugleich absolut sinnentleert und nicht mehr zu gebrauchen
und dann beginnen die worte zu fallen zwischen sich und andere zwischen die bedeutungen zwischen meine gedanken zwischen alles was sie beschreiben könnten tragischerweise auch zwischen mich und die welt und letztlich entwischen mir die worte selbst zu den rändern hin
zit
so einfach geht das

NHF - 2011

Kommentare:

versus hat gesagt…

Alors si c' est si simple, pourquoi se faire du souci !
Beau texte.

Nicole hat gesagt…

:-) Haha oui. Merci Jean Marie.
Ici aussi, je suis tombé sur les mots. Ils jouent avec moi. Ne pas facile, mais très vite se perdre -, certains jours ...