Freitag, 5. November 2010

kopftraumalose

sie ziehen entlang an bordsteinkanten
in deren dreckdurchzogenen furchen sie neue spuren sehen

rote blätter rauschen
der himmel kalt und klar

im rinnsteingitter klebt der tagesteil
als feuchte druckerschwärze

menschen ohne kopf gesehen
auf einer zeile klein dem abgrund nah

kopftraumalose
rennen nun wo andere stehn

menschen ohne kopf gesehen
die roten Blätter rauschen

manch schatten gleitet unbemerkt einher
in einer welt die wogt und bebt und hin und her

kopftraumaloses gedankenmeer

NHF - 2002/2010

Kommentare:

Semsakrebsler hat gesagt…

Das regt ja sehr zum: "Nachdenken"
an.
Kopftraumalose ,
wow das macht mir Spass, ich denke mal das mir das jetzt den ganzen Tag im Kopf rumgeht. Toll, freu mich auf den nächsten Eintrag.

Danke und liebes Grüßle
George

Nicole hat gesagt…

Hallo George,
ich hänge mit meinen Antworten mal wieder hinterher - sozusagen ganz kopflos - aber besser spät als nie. Freut mich, dass Dir/Ihnen kopftraumalose gefallen hat - schöne Vorstellung, dass das Gedicht seine Kreise zieht. :-)

LG
Nicole