Dienstag, 20. Juli 2010

Buchvorstelllung 03 - Eric Karpeles - Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit


Dies Buch ist ganz frisch auf dem Markt. Als ich davon gehört habe war mein erster Gedanke: Wieso ist nicht schon eher jemand darauf gekommen? Worum es geht: Alle Gemälde, die Marcel Proust in seinem Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" benannt hat, werden, zusammen mit der betreffenden Textstelle aufgeführt. Ein besonderer Leckerbissen also, wenn ich mir den Band auch gerne in einem größeren Format, bei dem die Bilder noch besser zur Geltung kommen könnten, anschauen würde. Und man lernt nie aus:

"Ekphrasis ist der Terminus, den die klassische Rhetorik für diese Verbindung aus Worten und Bildern reserviert hat, einen Zustand der Nachahmung, den der Dichter und Kritiker John Hollander >>Mimesis der Mimesis<< nennt. Es gibt zwei grundlegende Modi der Ekphrasis, und Proust setzt beide ein. Fiktive Ekphrasis bezeichnet die Schöpfung eines Schriftstellers und die Beschreibung eines imginären Kunstwerks. [...] Elstirs großartiges atmosphärisches Gemälde, Le Port de Carquethuit, ist ein reines Fantasiekonstrukt, erdacht von Marcel Proust. Tatsächliche Ekphrasis meint die Evozierung eines existierenden Kunstwerks." (S.20)


James Abbott McNeill Whistler, Zwielicht in Opal:Trouville, 1865 (S.120/121) aus: Eric Karpeles - Marcel Proust und die Gemälde der Verlorenen Zeit

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